Forschungsspektrum und -haltung

Im Zentrum meiner Interessen stehen Fragen, wie Kinder leben, aufwachsen, erzogen werden, lernen und sich bilden. Hier setze ich mich auch damit auseinander, wie Kindheiten überhaupt gesellschaftspolitisch bzw. pädagogisch ermöglicht und gestaltet werden. Ein elementares Anliegen meinerseits ist es dabei die Wahrnehmungen der Mädchen und Buben selbst in den Vordergrund zu stellen und die Vielfalt ihrer Sichtweisen und Lebensbedingungen zu berücksichtigen. Die Kinderrechtskonvention der Vereinigten Nationen bildet dabei ein wichtiges Fundament meiner Forschung. 

Familie in den 1960er




Aktuelle Forschungen


Ko-Konstruktionen von Kindern zu (Erwerbs-)Arbeits- und Berufswelten

 
 
In meiner Dissertation beleuchte ich, welche Verständnisweisen von (Erwerbs-)Arbeits- und Berufswelten Kinder im Alter von vier bis elf Jahren in Interaktion mit ihren Umwelten entwickeln. Dabei berücksichtige ich die Bedeutung von generationalen, geschlechter- und milieurelevanten Ordnungen. Über Interviews und Zeichnungen rekonstruiere ich gemeinsam mit den teilnehmenden Mädchen und Buben ihre Sichtweisen. 
 

„In der Schule muss man, glaub ich, aber auch gehen, damit man einen Job kriegt, wenn man groß ist. Da muss man ja schlau sein. Deshalb gibt man kleine Kinder in die Schule, dass sie Buchstaben lernen. Ich weiß schon, wie alle Buchstaben heißen, ich kann sie schon hören, aber ich weiß nicht, wie alle aussehen“ (Annika, 6 Jahre).

 

Transitionen zwischen burgenländischen Kindergärten und Volksschulen

 
 
Im Rahmen des EU-Projektes „Bildungskooperationen in Grenzregionen“ führe ich zwischen 2018 und 2019 eine Evaluierung durch, wie Kindergärten und Volksschulen im Burgenland den Übergang zwischen den Bildungsinstitutionen didaktisch gestalten. Berücksichtigt werden dabei insbesondere sozio-emotionale und sprachliche Lernprozesse. 

Kooperationspartner/innen sind hier der Landesschulrat Burgenland und die Pädagogische Hochschule Burgenland. 

 

 Aktuelle Reproduktionstechnologie und ihre Bedeutung für Familien und Gesellschaft

 

Die Reproduktionsmedizin eröffnet durch eine Vielzahl von Technologien – wie zum Beispiel durch Eizellen-, Samenzellenspende und Leihmutterschaft – alternative Möglichkeiten, aber auch besondere Risiken in der Familiengründung. In diesem Zusammenhang erforsche ich diskursanalytisch unterschiedliche nationale und internationale Rechtslagen, den Umgang mit biologischen Substanzen und die Idee ein ‚perfektes‘ Kind bzw. dadurch auch eine ‚perfekte‘ Elternschaft erzeugen zu können. Hierbei spielen Fragen der sozialen Gerechtigkeit eine zentrale Rolle, denn die teilweise hohen Kosten in der Reproduktionsmedizin bringen neue Chancenungleichheiten zwischen Menschen hervor. Auch die Rechte der Kinder selbst werden häufig vernachlässigt. Ziel der Forschung ist eine ethische Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen.

 

Tierärztin
Tierärztin als Berufswunsch der achtjährigen Klaudia

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Research expertise and attitude

In research my interests are on questions about how children live, grow up, lern and are educated. Hereby I discuss also how childhoods are made possible and shaped politically and pedagogically. A fundamental goal for me is to put the perceptions of girls and boys in the center and make the diversity of their perspectives and living conditions visible. The „Convention on the Rights of the Child“ of the United Nations is an important foundation of my research. 

Current research

Co-constructions of children regarding work and vocations

 

In my dissertation I search for the meaning-making processes of children between the age of four and eleven regarding work and vocations. Hereby I include generational, gender and socio-economic orders. By using interviews and drawings the participating children and I focus on their perspectives:

„I think you have to go to school to get a job if you are grown up. Because you have to be smart. Therefore small children have to go to school to learn letters. I know already all the letters, I can hear them but I don’t know how they all look like“ (Annika, 6 years).

Transitions between kindergarten and primary schools in Burgenland

 

Within the EU-project „Educational Cooperations in Border Regions“ between 2018 and 2019 I evaluate how kindergarten and primary schools organize the transition between the institutions. A focus is on the language and socio-emotional learning processes and how they are supported with pedagogical material. 

Cooperation partners are the Landesschulrat Burgenland and the University of Teacher Education Burgenland.  

 

Reproductive technologies and their influence on families and society

 

Reproductive medicine offers a variety of technologies – such as egg cell donatian, sperm donation and surrogacy – to start a family. This brings new chances but also special risks. By using discourse analysis I explore different national and international laws, the handling of biological material and the idea of being able to create a ‚perfect‘ child and thereby also ‚perfect parenthood‘. Issues of social justice play a central role because the high costs within reproductive medicine lead to new inequalities between humans. Also the rights of the children are often neglected. The aim of the research is an ethical examination of these challenges.